Auf diese Weise verändert sich das persönliche morphische Feld unentwegt. Der uns umgebende feinstoffliche Speicherraum gestaltet sich letztendlich auf Grund magnetischer Vorgänge und Polarisierung stetig neu. Alles ist in Bewegung. Durch persönliche Überzeugungen, Grundannahmen, Verhaltensmuster, Glaubenssätze, Bildung und Sozialisierung wählen wir aus. Das, was vertraut ist, wird als richtig und gut erkannt. Es wird als wahr angenommen und angezogen. Es gibt Sicherheit und Harmonie. Was jedoch bedrohlich und fremd erscheint, wird ausgegrenzt, abgelehnt und abgestoßen. Es erzeugt Dissonanzen, Stress, Angst, Enge, Bedrohung, bis hin zu Wut, Hass und Krieg.

Wird individuelles Denken und Fühlen durch andere bestätigt, bündeln sich die Kräfte und Überzeugungen. Das gemeinsames Wertesystem wird zum Ausdruck eines Kollektivs. Gleiche Meinungsbildung lässt entsprechend immer ein starkes Kollektiv entstehen.

Da zudem meist jedes Mitglied einer Gruppe nach Zugehörigkeit strebt, beginnt im Unterbewusstsein ein komplexer Kopierprozess. Die stärksten, und als besonders wertvoll gewerteten Merkmale, setzen sich durch. Dementsprechend verändern sich immer wieder zyklisch ganze Generationen. Veränderungen von Bewegungsmustern, Gesten und Sprache werden vom Kollektiv übernommen und damit zur Norm. Darauf reagiert das physische Zellsystem, speichert ab und kopiert. Der formgebende Aspekt, so wie ihn Sheldrake untersucht hat, spiegelt sich von Generation zu Generation deutlich wieder.